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Die grössten Anti-AKW-Proteste der Schweiz

Tausende versammelten sich in Kaiseraugst, um den Bau eines Kernkraftwerks zu verhindern.

01.04.2025 Luca Argast

Am 1. April 1975 nahmen Hunderte von Aktivistinnen und Aktivisten die geplante Baustelle eines Atomkraftwerks im aargauischen Kaiseraugst ein. Was als eine lokale Protestaktion begann, entwickelte sich rasch zur grössten Anti-AKW-Bewegung der Schweiz. Bald schon fanden Tausende den Weg auf das Areal.

Die Proteste dauerten insgesamt elf Wochen. Viele der Aktivistinnen und Aktivisten lebten während dieser Zeit direkt auf dem Areal. Ein Camp wurde errichtet, Zelte wurden aufgeschlagen und eine provisorische Infrastruktur aufgebaut. Besonders bemerkenswert war die Vielfalt der Protestierenden: Es kamen Menschen aus allen gesellschaftlichen Bereichen zusammen – Studierende, Landwirte, Familien und sogar prominente Persönlichkeiten wie der Schriftsteller Friedrich Dürrenmatt.

Am Ende konnte das Kernkraftprojekt nicht realisiert werden. Der Widerstand war ein voller Erfolg und ein bedeutendes Kapitel in der Geschichte der schweizerischen Umweltbewegung.