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Das Ausmass der Blauzungenkrankheit trifft die Bauern hart

Verlust von Milch, fehlender Nachwuchs und tote Tiere – die wirtschaftlichen Einbussen sind erheblich

31.03.2025

Im Spätsommer des letzten Jahres begann der grosse Ärger: Erste Bauernhöfe in der Region waren von der Blauzungenkrankheit betroffen. Kühe und Schafe erkrankten, wobei Symptome wie hohes Fieber, Durchfall und ein erheblicher Rückgang der Milchleistung auftraten. In schweren Fällen führte das Virus zum Tod der Tiere.

Die Folgen dieses Ausbruchs sind nun deutlich sichtbar: In Basel-Landschaft wurde der Erreger in knapp 200 Tierhaltungen nachgewiesen. Für die betroffenen Bauernhöfe bedeutet dies Verluste in Höhe von mehreren Tausend Franken. Besonders der Verlust einer Kuh stelle  eine erhebliche finanzielle Belastung dar, erklärt Marc Brodbeck, Präsident des Bauernverbands beider Basel.

Finanzielle Hilfe 

Doch die Landwirte erhalten Unterstützung. Wenn Tiere aufgrund der Blauzungenkrankheit sterben oder eingeschläfert werden müssen, können sie eine Entschädigung von der Tierseuchenkasse erhalten. Die Höhe des Betrags richtet sich dabei unter anderem nach dem Alter des Tieres und seinem Gesundheitszustand vor der Erkrankung.

Ist die Impfung notwendig?

Wie stark die zweite Welle der Blauzungenkrankheit die Bauernhöfe nun tatsächlich trifft, wird sich noch zeigen. Erste Untersuchungen aus dem nahen Ausland weisen darauf hin, dass nur etwa 30 Prozent der Tiere Antikörper gegen das Virus aufweisen. Eine Impfung erscheint daher wichtig. Bisher mussten die Landwirte die Kosten für die Impfungen selbst tragen. Ab Herbst 2025 wird jedoch ein staatlicher Zuschuss von 10 Millionen Franken erwartet, um die Betriebe zu entlasten.